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Dann kommt auch das restaurierte Band-Archiv wieder online.

 

Chrom Records 1988–2007

Anything goes! ist die Devise der neunziger Jahre. Musiker sind zu Grenzgängern geworden, die mühelos zitierend mit dem musikalischen Stilpluralismus spielen. Deshalb ist es nicht weiter erstaunlich, daß gerade in postmoderner Zeit, die Phänomene wie Crossdressing oder Camp- und Trash-Geschmack wieder hervorgezaubert hat, auch die Popmusik und die Klassik darauf reagieren oder reagiert haben.

CHROM RECORDS bietet als Label verschiedenen Künstlern und ihren Bands die Möglichkeit, Grenzen zu verwischen und neue (-alte) Sounds musikalisch zu erschließen. CHROM findet seinen Platz zwischen Pop, Avantgarde-Elektronik und Klassik. Ein Label mit Profil ohne festgelegte Genre-Grenzen! Die Philosophie von CHROM ist geradlinig, aber auch eine Spur selbstironisch. Das Label hat es sich zur Aufgabe gemacht, Bands mit einer starken individuellen Prägung zu präsentieren. Dabei sieht es sich als augenzwinkernden Grenzgänger zwischen den Stilen und bedient komplexe Gefühlslagen: Alles von dunkel gefärbter Melancholie bis hin zum fetzigen Partysound der neunziger Jahre. Musikalische Experimentatoren wie Ernst Horn oder Alexander Veljanov (Deine Lakaien/ Qntal/ Run Run Vanguard/ Helium Vola) haben die Chance, sich in unterschiedlichen Stilen zu präsentieren.


Kleine Labelgeschichte 1988-2007:

DIE ANFÄNGE

1988: Carl D. Erling und Cornel Hillmann gründen das Vorgänger-Label Gymnastic Records. Die Firma sieht sich in der Tradition der damals neu aufgekommenen Industrial-Elektronik, aber auch des Wave-Rock und moderner Klassik und Avantgarde. Man will bewußt mit dem Aufgreifen von Randthemen provozieren und verschrecken.

1989: Aufspaltung des Labels in das amerikanische Gymnastic Label mit Sitz in Los Angeles unter der Leitung von Cornel Hillmann und das deutsche Gymnastic Label mit Sitz in München unter der Leitung von Carl D. Erling.

Carl D. Erling gründet eigene Sublabels (classX Records, kurz darauf auch "Daydream Records" um ein verändertes musikalisches Programm als eigener A&R in Eigenregie präsentieren zu können. Dieses neue Programm bestimmt zunehmend auch das internationale Erscheinungsbild von Gymnastic Records maßgeblich mit, was unter anderem auf das glückhafte Signing von Deine Lakaien auf ClassX zurückzuführen ist.

1991-1996: Bruch mit Amerika wegen anhaltener Differenzen der beiden Firmengründer über musikalische Wege im A&R. Die neue musikalische Richtung des (mittlerweile nur noch allein existenten) deutschen Labels wird neben Deine Lakaien nunmehr geprägt von illustren Namen wie Qntal, The Eternal Afflict, Distain! u.v.m. Wiederholte Charts-Erfolge von Deine Lakaien fördern das Renommee des Labels auch international.

GYMNASTIC (Germany) / CLASSX / DAYDREAM* -> CHROM RECORDS

1996: Das Jahr der großen Umwandlungen: Gründung des neuen Labels Chrom Records durch Carl D. Erling. Gymnastic Records wird aufgelöst, die Produktionen des ehem. amerikanischen Firmenzweiges sind mittlerweile ausgelaufen. Viele Produktionen, die meisten Bands und das gesamte damalige Team des deutschen Gymnastic Labels mit seinen Sublabels classX und "Daydream Records" werden von Chrom Records übernommen, um die bisherige Arbeit lückenlos und in nach außen hin gewohntem Stil weiterführen zu können.

1997: Umzug in die Westermühlstraße (München). Sönke Held wechselt von Chrom Records zu einer bekannten Filmfirma, wo er jetzt an Videoclip-Produktionen mitwirkt. Seine Nachfolge bei Chrom tritt Gerlinde Gronow an, die neben der Promotion auch wichtige Gestaltungsaufgaben übernimmt und an neuen Signings wie Niowt mitgewirkt hat.

1998:

1 Jahr Chrom Records GMBH,
10 Jahre Labelarbeit von Carl Erling.
Ein Grund zu feiern!

1999:

Cooperation mit Columbia/Sony und Veröffentlichung eines neuen Lakaien-Albums ist nur eines der wenigen Highlights dieses Jahres.

2001:

Umzug nach Berlin.

Sabine Endruteit kommt zu Chrom Records und übernimmt Mailorder, Lizenzen und Bandbetreuung.

2007:

Der Deine Lakaien-Katalog von Chrom Records ist zu Soulfood gewechselt. Damit ist Chrom Records nicht mehr für Fragen in Bezug auf Deine Lakaien zuständig.


Ende 2007 - Das Chrom Records wird Künstlerlabel

Die Chrom Records GMBH ist geschlossen.

Der Grund ist, dass Labelgründer Carl Erling momentan in anderen Projekten involviert ist, welche neue spannende Herausforderungen bringen jedoch alle verfügbare Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen.

Chrom Records wird seit 1.1.2008 von Künstler Ernst Horn (Deine Lakaien, Helium Vola) als Künstlerlabel und Marke in Eigenregie weitergeführt, der darauf ausschließlich eigene Projete, darunter Projekt Helium Vola, verwirklichen und pflegen wird. (Der Link zum "neuen" Chrom Records: www.chrom-records.com.)


Wir danken allen treuen Fans für die schönen (beinahe) 20 Jahre!