Management bis 2007

Carl D. Erling

Carl D. Erling,
CEO Chrom Records bis 2007

Kunst weckt Gefühle oder regt zum Nachdenken an. Kunst ohne Kompromisse an den Breitengeschmack hat in vielen Fällen dennoch das Potential, auch kommerziell zu funktionieren. Es gibt immer genug Liebhaber, die emotional starke Qualitätsmusik abseits des Mainstreams bevorzugen.

Was nicht nur in der Kunst, sondern auch deren Präsentation zählt, sind Konzept und Ziel. So können Werke inhaltlich und zeitlich in Bezug zu anderer Kunst gesetzt werden und in einem größeren Kontext gesehen werden. Die Idee des Künstler-Labels ist, dass das Label selbst auch einem eigenen künstlerischen Konzept folgt. Ohne Künstlern in ihre Arbeit hereinzureden, sondern allein durch Auswahl von Künstlern und Werken, die das Label publiziert, können als Label eigene Impulse gesetzt und eine künstlerische Nische definiert und ausgefüllt werden. Wir können als Kunst-Label - nach ganz eigenen, subjektiven Kriterien - auswählen, vermischen, einordnen, präsentieren, den Weg ebnen. Künstler können in diesem Kontext gesehen und „erklärt“ werden; dies schafft eine weitere Zugangsmöglichkeit zum Werkverständnis. Dieses künstlerische Framing hilft und ist iden­ti­täts­stif­tend für den Hörer; so konnten wir uns auch bei sehr anspruchsvollen Produktionen auf eine sehr treue und loyale Hörerschaft verlassen.

Musikalisch verwurzelt in den 1990er Jahren, interessierte Chrom Records besonders der Crossover von Darkwave und Pop zur Klassik, zeitgenössischer Musik, Mittelaltermusik und Deutscher Romantik. Wir haben viele Experimente gewagt und zugelassen und viele Musikliebhaber haben mit uns die Passion für diese neuen Klangwelten geteilt.

Der Förderkreis der Komischen Oper Berlin freut sich auf weitere Mitglieder!

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