Release Information 1997

Niowt: City

Studio-Album

NIOWT ist die Umschreibung einer alten ägyptischen Hieroglyphe und bedeutet Stadt. Der Name ist Programm - auch für’s Album, das auf akustische Metrofahrten durch reale und imaginäre Städte entführt. Keine Abziehbilder abenteuerlicher Reisen, doch aufregende Fahrten in urbane Welten, die mit dem Horror von David Bowies „Diamond Dogs“ und der Fiktion des verstorbenen William S. Burroughs konkurrieren können.

Das Booklet bietet (anstelle von Songtexten) Textfragmente von Mojca Krevel als (Des-?) Orientierungshilfen. Postmoderne Momentaufnahmen aus den „intolerable Nineties“, wie es in Phantom heißt.

NIOWT legieren Pop mit fortgeschrittener Theorie, sie bieten starke Musik mit Reflexionsbedarf. Nur die zur Schau gestellten großen Emotionen, die ganz große Liebe und die ganz große Verzweiflung, all das künstlich produzierte ach-so-echte, das ersparen sich NIOWT.

Trügerische Unmittelbarkeit ist ihre Sache nicht. In Momenten der Entrückung macht Mojca Krevel eine Klammer auf: „And as I mounted I was filled with lightness (the lack of oxygen I suppose)“. Distanz und Ironie gegen den Wahn der Echtheit - das ist alles andere als langweilig-abstrakt, im Gegenteil, was dabei entsteht - ob ruhig und entspannt (Ode), punkig-abgedreht (No Sense) oder explosiv (City, Puzzled) - ist intelligente, tiefe Musik, die berührt.


Titel-Liste:
  • Horizon
  • No Sense
  • Puzzled
  • Mountains
  • Ode
  • City
  • Icon
  • Line
  • Phantom
  • They
  • TV's Out
  • Pastiche
  • City (version, bonus track)

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