White Lies

CD 2002


White Lies

Studio-Album

Schöne Lügen - „White Lies“. Weiß lügt. „White Lies“ sind aber auch Notlügen. Deine Lakaien erscheinen hier in strahlender Reinheit, entgegen ihres Image als dunkle Poeten. Wirklich?

Auch wenn sich wieder ein wenig mehr Humor und Selbstironie auf dem neuen Album Bahn geschlagen haben, so tritt doch ein wesentliches Merkmal der Lakaien hervor: Bei aller Wärme des Gesangs und lichter Melodie trägt jedes Lied immer einen Zweifel mit sich. Deine Lakaien werden niemals Frohnaturen sein.

Sie verarbeiten Schwermut, Wehmut angesichts persönlichen Leids, weltwirtschaftlichen Kannibalismus oder politischer Arroganz, und das fördert ein Klima des Verstandenwerdens – mithin der Anknüpfungspunkt für Menschen, die Verständnis suchen. So wuchs eine dankbare Fan-Gemeinde.

Zweites wesentliches Merkmal: Deine Lakaien suhlen sich mit ihrer Musik nicht in Resignation, sondern bereiten den Weg zu innerer Einkehr, zu Ruhe und Kraft, um gestärkt wieder hinauszugehen und etwas zu bewegen. Das Weiß Deiner Lakaien mag Lüge sein, aber eben zu einem guten Zweck. Auf „White Lies“ bewegen sich Deine Lakaien zumeist im Ruhepuls.

Mit majestätischer Zurückhaltung umspielen Horns kompositorische Miniaturen Veljanovs ausholenden, schwebenden Bariton. Nicht wenige Stimmen sagen, dies wäre das beste Lakaien-Album aller Zeiten.

Das Album steigt auf Platz 9 der deutschen Album-Charts ein.

Special editions:

  • CD: Limitierte Erstauflage im edlen Papier-Look.
  • CD: Limitierte Erstaufl.“Saturn“-Edition, zusätzl. in bedruckter Klarsichthülle
  • Doppel-LP: Limited Edition mit speziellem Artwork, und Bonus Titel.

Mit "White Lies" werden nach drei Jahren, in denen es dank der Soloaktivitäten nie wirklich still war, sämtliche Wünsche erfüllt. Einmal mehr verstehen es Ernst Horn und Alexander Veljanov, ihre eigene Sicht der Dinge zu präsentieren. In überwiegend ruhiger und gelassener Stimmung zeichnen die Stücke einen Ausschnitt unserer Welt in melancholischen Tönen. … Charmant umspielen die elektronischen Klänge Alexanders Bariton, geschickt knüpfen vereinzelte Effekte an bekannte Elemente vergangener Produktionen an. Als ganz besonderen Ohrwurm möchte ich das folkloristische "Kiss" den Fans ans Herz legen, denn der hier hypnotisch von einer Drehleier intonierte Walzertakt bietet echtes Potential, in die eigene Trance zu gleiten. Da fällt es beinahe schwer, den restlichen Perlen genügend Aufmerksamkeit zu widmen, aber dafür gibt es ja die Wiederholungstaste. - ALBUM DES MONATS (Peter Heymann)

Sonic Seducer Musikmagazin

Sänger Alexander Veljanow scheint mit seiner sonoren Stimme den Herzschmerz der Welt zu bündeln. Ergänzt durch die von Produzent Ernst Horn geschickt eingesetzte minimalistische Instrumentierung ist ein besinnlich-schwermütiges Album entstanden.... Elektronische Klänge kombiniert Produzent Horn auf dem mittlerweile sechstem Album mit Streichereinlagen und mittelalterlichen Melodien. Veljanows Stimme schwebt scheinbar schwerelos über der gefühlvoll wabernden Musik. Und mindestens eines wird beim Hören der CD ganz schnell klar: Der Sommer ist noch weit.  (4 von 5 Sternen)

STERN.de

Wer als Dark-Wave-Band ohne großes Airplay und Mediengetöse souverän direkt auf Platz neun in den deutschen Charts einsteigen kann, muß sich schon deutlich von der Vielzahl deutscher Schwermutbarden abheben. Den Lakaien gelingt dies durch eine in dieser Szene eher selten anzutreffende Musikalität. So war Soundtüftler Ernst Horn einst Kapellmeister in Karlsruhe. Und Alexander Veljanov hat nicht nur eine imposante Gruft-Tolle, sondern vor allem eine unverwechselbar charismatische Stimme. Diese Qualitäten zeichnen auch "White Lies" (Columbia/Sony) aus, selbst wenn es wieder an manchen Stellen arg pathetisch-getragen zugeht. Dafür kommen die Texte fast ganz ohne die gängigen Düster-Klischees aus: Für Songtitel wie "Life is a sexually transmitted disease" gibt's einen klaren Originalitätsbonus.

Schwäbische Zeitung

While you're on the way to purchase the new Deine single, let me remind you of their incredible album from last year "White Lies". You won't be disappointed. An album which strongly appeals to anyone, and touches the heart. "White Lies" is another real darkwave/gothic masterpiece by Deine Lakaien. A sizzling feel of loneliness, desperation and hope. Alexander Veljanov's voice is a hauntingly beautiful instrument that blends seamlessly with The music. Self-ironic, gentle, dark and yet entertaining "White Lies" contains twelve wave songs of great impact. Deine Lakaien are an outstanding phenomena in the German alternative scene and although they are now on a major label, they never disappointed their old fans and even succeeded to gain a big amount of new followers. (Jez Porat)

Lexiconmagazine USA

L'ouverture sur le mélancolique "Wunderbar" accorde le ton de cet album d'une sombre beauté, une alchimie incomparable entre instruments classiques et sonorités électroniques. Des mélodies imparables servies par la voix de basse chaleureuse d'Alexander Veljanov. Des compositions où le travail instrumental finement ciselé nous enveloppe notes à notes pour ne plus nous lâcher. Loin d'être désespérément et inutilement totalement obscur, "White lies" présente une intensité et une profondeur lumineuses, une clarté intense dans un univers d'obscurité. Au final, un album qui sans sombrer bien évidemment dans un optimisme béat, ("L'optimisme est l'arme de ceux qui vivent dans la terreur" O. Wilde), offre un équilibre parfait dans l'ensemble de ses structures musicales et émotionnelles. Une collection de titres marqués d'un romantisme qui ne s'affale jamais dans la mièvrerie, une nouvelle réussite pour Ernst Horn et Alexander Veljanov. Le génie de ce duo n'a pas fini de planer loin au-dessus des tâcherons de la darkwave et de l'électro qui polluent ce début de siècle.

thesentinelsoftime.club.fr

Im klaren Kontrast zum Motiv scheint der Titel des siebten Albums des Duos Deine Lakaien: «White Lies» passt nun gar nicht zu dem beinah sakral anmutenden, ebenso dunklen wie klaren Gesang von Alexander Veljanov. Einsam, mittelalterlich bildet er den Überbau für die elektronisch-halbakustische Welt, die der Münchner Pianist und Dirigent Ernst Horn komponiert hat. Die Stimme dominiert die Melodien der zwölf Stücke, sie allein schafft die Homogenität des Albums. Deine Lakaien gehen sogar soweit, ihre Poesie der Phonetik unterzuordnen, indem sie in die englischen Texte das deutsche Wort «Wunderbar» einflechten. Daraus ergeben sich weitgehend traurige Balladen mit vielen klassischen Instrumenten.

DPA

Opulente, intelligent arrangierte Streicher vermischen sich mit geschmackvollen Samples und elektronischen Sounds. Dabei überzeugen Songs wie "Where You Are", "Lost" oder "Fleeting" durch ihre atmosphärische Dichte und ihren eingängigen, fast poppigen Charakter. Sparsam eingestreute Loops und Samples lassen die Stücke aktuell wirken, ohne sich an irgendwelche Trends anzubiedern. Die meisten Songs auf "White Lies" wirken intimer und persönlicher als früher: Alexander Veljanovs Gesang versteckt sich nur selten hinter langen Hallfahnen wie in den sehr ruhigen "Silence In Your Eyes" und "One Minus One". Aber auch die etwas härtere aggressive Seite von Deine Lakaien blitzt ab und zu auf wie etwa in "Hands White" oder "Life Is A Sexually Transmitted Disease", jedoch wirken diese Stücke meist etwas plakativ und ironisch und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese ein Zugeständnis an die Plattenfirma sind. Denn die ansonsten wunderschön melancholische und ruhige Platte hat diese Stücke eigentlich nicht nötig (Ingo Gebhardt/as)

KEYS

  Ach ja, noch was…

Deine Lakaien - "White Lies" Studio-Album (2002)

ZILLO - „Das 3. Ohr“ - Ohrenschmaus des Monats:

Deine Lakaien - White Lies (9,0 von 10)

Dirk Hoffmann: Wunderbar melancholisches, aber auch sehr eingängiges Album, das durch die stimmige Chemie von Ernst Horns außergewöhnlichen Arrangements und Veljanovs warmen Gesang brilliert. (9 Ohren)

Tania Krings: Unker sagen, der Name sei das Geheimnis. Für mich sind es Veljanovs Stimme & Horns Arrangements. Zart, tief, vielschichtig, poppig-eingängig ohne sich zu wiederholen. Zum Weinen schön. (10 Ohren) Frank Rummeleit: Neuer Geniestreich der Kreativ-Zelle Horn/ Veljanov! Trotz hoher Balladenrate wirkt das Album nicht einlullend! Bittersüße Melancholie, verpackt in einschmeichelndem Electro-Pop mit Zaubergesang! (10 Ohren)

Nana Tamschick: Unverwechselbarer, atmosphärisch- dichter Lakaien-Sound mit kleinen Ausflügen in die Soundexperimentierküche. Ich kann nichts dafür, aber ich liebe Veljanovs Stimme… (9 Ohren)

Marc Urban: Ein weiterer Schritt Richtung Unsterblichkeit - jedoch gibt es zwei zarte Kritikpunkte: 1. das Album lebt zu sehr von Veljanovs Gesang und 2. insgesamt zu ruhig gehalten. (8 Ohren)

Joe Asmodo: Wunderbare Songs und Balladen, deren reichhaltige Instrumentierung erst nach mehrmaligem Hören offenbar wird. Viel stimmiger als früher, da Electro-Attacken zu Helium Vola ausgelagert wurde. (8 Ohren)

Markus Fürgut: Noch besser als auf „Kasmodiah“ frönt man Schwermut und Melancholie, ohne sich selbst zu wiederholen. Mit dunklen, klassik-infizierten Klangwelten berauschen Deine Lakaien perfekt die Sinne. (10 Ohren)

Leser: Ben: Gewohnte Lakaien-Qualität, die richtig ruhige Herbst- Atmosphäre in die Bude bringt. Kommt zwar nicht ganz an „Kasmodiah“ ran, aber trotzdem für Lakaien-Fans ein Muß. (8 Ohren)

Titel-Liste

  • Wunderbar
  • Generators (Album Version)
  • Where you are
  • Prayer
  • Stupid
  • Kiss
  • Silence in your eyes
  • Hands White
  • Lost
  • Fleeting
  • Life is a sexually transmitted disease
  • One minus one
  • Generators (Club Version) - LP Bonus title
  • Generators (White Version) - LP Bonus title
  • May Be - LP Bonus title
  • Life is [a sexual transmitted disease]) - LP Bonus title

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ADDITIONAL CREDITS • Cover art & portraits: Joerg Grosse Geldermann
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